Eine prägende Begegnung

Hi ihr Liebenwine
Heute möchte ich einen ehemaligen Kunden von mir zu Wort kommen lassen. Ich habe ihn gebeten etwas über die Zeit damals zu schreiben, jedoch ohne etwas vorzugeben. Ich war selber gespannt auf das was er schreibt und wie er diese Zeit erlebt hat. Aber lest selber…

Ich heiße Nick, bin 46 Jahre alt und vor einigen Tagen hat mich auf KM völlig unerwartet eine Nachricht erreicht, welche mich gleichermaßen verwunderte wie erfreute. Jasmina schrieb mir in ihrem effizienten und schwungvollem Schreibstil den ich so liebe, dass sie hier wieder ein Profil hat und gerne den einen oder anderen Kontakt neu aufleben lassen möchte. Nicht mehr als Begleiterin, sondern als angehende Vermittlerin. Sie schrieb mir in kurzen Worten was sie vor hat und bat mich, doch einmal ein “Date mit bekanntem Ausgang” aus Sicht des Kunden zu beschreiben. Ich wusste, dass sie sich schon immer sehr für ihre Berufskolleginnen eingesetzt hat, dass sie dies nun auch weiterhin machen will wusste ich nicht, aber es passt zu ihr. Im Herzen eine Kämpferin und im Kopf eine Unternehmerin. Nicht zufrieden damit, wie die Branche der modernen Escort in der Gesellschaft reflektiert wird und unglücklich darüber, dass viele ihrer ehemaligen Arbeitskolleginnen unter ihren Möglichkeiten bleiben, nimmt sie kurzerhand das Heft selbst in die Hand. Der Slogan «The Art of Not Selling Sex» den sie für ihren öffentlichen Blog, sowie ihr Wirken verwendet, gefiel mir auf anhieb und so habe ich auch zugestimmt, meine Erfahrungen auf KM und im Besonderen mit Jasmina niederzuschreiben.

Welcher Mann hat nicht schon davon geträumt, sich einmal zu einem Sexdate mir einer professionellen Begleiterin zu verabreden. Ich auf jeden Fall zähle mich dazu, habe aber erst mit 42 Jahren beschlossen, es tatsächlich zu wagen. Bis zu diesem Zeitpunkt war das einfach eine Fantasie der ich ab und zu nachging, welche aber in meinem wohl eher dynamischen Leben nie wirklich Form annahm. Ich hatte ganz normale Beziehungen, habe Karriere gemacht, bin viel gereist, bin leidenschaftlicher Ausdauersportler und interessiere mich für 1001 Dinge. Zudem hat mich die klassische Prostitution nie gereizt, denn im so genannten Metier verschwimmen aus meiner Sicht die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und Zwang zu sehr. Ich stelle mich auch heute noch entschieden gegen jegliche Art der Unterdrückung und würde ein Date sofort abbrechen wenn ich das Gefühl hätte, einer Frau zu begegnen, die aus welchem Grund auch immer einem Zwang unterliegt. Auch wenn das für sie rechtfertigend klingen mag, so war und ist es mir wichtig unabhängige Frauen zu treffen, welche nicht durch eine Zwangslage in diese Rolle gepresst wurden. Ich attestiere mir durchaus die Menschenkenntnis, dies zu merken bevor es zu eindeutigen Handlungen kommt. Auch wenn sie mir das nicht glauben, so erklärt es zumindest, warum ich damals Jasmina INDEPENDENT kontaktiert habe.

Auf einer Geschäftsreise die mich in die Region von Frankfurt brachte, habe ich mir gesagt, so jetzt wagst du es. Es waren damals turbulente Zeiten, von mir wurde viel verlangt, ich war frustriert und hatte das Gefühl, dass jetzt ich an der Reihe sei. Ich wollte mir eine Frau für einige Stunden kaufen und mich einfach sexuell ausleben. Ich war der Meinung dies jetzt verdient zu haben. Schnell und unkompliziert haben wir uns für den darauffolgenden Tag für zwanzig Uhr bei mir im Hotel verabredet und die Rahmenbedingungen geklärt. Tags darauf habe ich mit einer Ausrede früher Feierabend gemacht, ging trainieren und anschließend noch in die Sauna. Erfrischt und ausgeruht habe ich mich in die Lobby gesetzt, auf Jasmina gewartet und mir dabei vorgestellt, wie ich sie gleich aufs Zimmer zerren und was ich alles mit ihr anstellen werde. Schlag zwanzig Uhr schritt Jasmina in die Lobby und blieb mitten im Raum stehen.

Haben sie schon einmal einen Moment erlebt, in welchem sich die Zeit zu verlangsamen schien? Für mich war dies ein solcher Moment. Alles, wirklich alles was eben noch in meinem Kopf rumschwirrte war weg, die Geräusche in der Lobby nahm ich nur noch gedämpft war und ich musste mir alle Mühe geben, vom Sofa aufzustehen und auf Jasmina zuzugehen. Ich wusste nicht warum ich sie erkannte, eigentlich war ich mir noch nicht einmal sicher, ob diese Frau überhaupt Jasmina war, aber ich habe es gehofft. Nun, sie war es und zur Begrüßung stellte sie mehr fest als dass sie fragte: “Hi, wir haben ein Date?” Oh ja wir hatten eine Date und eigentlich wollte ich sagen: “Lass uns aufs Zimmer gehen und loslegen” aber anstelle davon sagte ich: “Schön dass du hier bist, darf ich dich zu einem Drink an die Bar einladen?”

Wir hatten uns für fünf Stunden verabredet und das Date verlief schon jetzt überhaupt nicht nach Plan. Trotzdem habe ich jeden Moment unglaublich genossen. Einfach mit Jasmina in einer Sofanische zu sitzen, ein Glas Wein in der Hand, über dies und das zu reden und einfach ein wenig zu sein. Jasmina ist eine sehr gute Gesprächspartnerin, sie hört aufmerksam zu, ist neugierig und scheint wirklich interessiert an ihrem jeweiligen Gegenüber. Nach dreieinhalb Stunden fragte mich Jasmina jedoch, ob ich denn überhaupt nicht mit ihr aufs Zimmer gehen wolle. Natürlich wollte ich, aber es war mir schlichtweg nicht aufgefallen wie die Zeit verflogen war. Also begaben wir uns Richtung Zimmer, schritten dabei wieder mitten durch die Lobby und ich habe es genossen mit dieser Frau an meiner Seite, die anderen Gäste zu passieren. Kaum hat sich die Zimmertüre hinter uns geschlossen, ist dann doch noch der Mann in mir erwacht und ich wollte sofort über Jasmina herfallen. Sie schubste mich aber zur Seite und meinte nur, dass ich nun sicher noch einen weiteren Moment warten könne und verschwand im Badezimmer. Etwas zerknittert stand ich nun da und fragte mich was dies nun soll. Als dann die Badezimmertüre wieder aufging und sie ins Zimmer schritt, blieb mir buchstäblich die Luft weg. Werte Leser, ich halte mich hier an die Fakten und versuche meine Geschichte realistisch zu erzählen, aber dieses allererst Mal als ich Jasmina in einen Hauch von nichts gefüllt sah, wird mir immer in angenehm sinnlicher Erinnerung bleiben. Oder anders ausgedrückt: «W!O!W! was für eine Frau.»

Mein Verstand stellte auf Standby und mein Stammhirn übernahm die Kontrolle. Ich bin wohl  wortwörtlich über Jasmina hergefallen und habe das eingefordert wovon ich dachte ein gutes Recht zu haben. So richtig zu mir kam ich wohl erst wieder, als mir Jasmina sanft sagte, dass die Zeit leider um sei und sie nun gehen müsse. Sie hat dann auch relativ schnell ihre Sachen gepackt und sich verabschiedet. Ich wollte ihr noch sagen, dass ich sonst nicht so drängend bin, wollte sagen, dass ich auch die Gespräche mit ihr sehr geschätzt habe, dass ich eigentlich ein ganz netter Kerl bin, irgendetwas um mich zu rechtfertigen. Aber sie hat mir nur den Finger auf den Mund gelegt und ganz ruhig gesagt: “Dass ich sie ja genau dafür bezahlt habe.” Dann war sie weg.

Wenn ich hier um etwas bitten möchte, dann darum, dass sie nach einem Date auf Zeit, ihrer Begleiterin Luft lassen und sie nicht permanent kontaktieren. Leider habe ich genau diesen Fehler gemacht und es dauert sehr lange, bis ich Jasmina wieder dazu bewegen konnte mich zu treffen. Das zweite Treffen fand dann auch eher unter dem Deckmantel der Wiedergutmachung statt und wir hatten uns zum Nachtessen verabredet. Bei diesem Nachtessen haben wir sehr viel über ihren Beruf gesprochen, wie sie ihn sieht und ich habe langsam verstanden. Ich habe verstanden, dass es für Jasmina okay war, wenn sich ein Mann sexuell auslebt bei ihr, dass ich in keinster Weise von der Norm abwich, sie sich aber gerne auf längere Dates konzentriert, die über das rein sexuelle hinausgehen. Dass die Sinnlichkeit im Vordergrund stehen soll und nicht der Sex und dass es dazu Begegnungen auf Augenhöhe braucht. Dass sie diese Dates auf Zeit natürlich monetär motiviert wahrnimmt, sie jedoch durchaus als angenehm empfindet wenn der gegenseitige Respekt gewahrt ist. Natürlich blieb es dann nicht nur beim Essen und dieses Mal konnte ich auch den intimen Teil unserer Verabredung sehr genießen und mich voll und ganz fallen lassen.

So kam es dazu, dass wir uns über viele Monate regelmäßig für einige Stunden, eine Nacht oder auch ab und zu für ein Wochenende trafen. Immer auf Basis der Escort Begleitung, etwas anderes kam für uns beide nie in Frage, aber auch immer mit viel Raum und Zeit um aufeinander einzugehen. Manchmal wollte ich Jasmina sofort haben und wir haben danach einfach zusammen den Wellnessbereich des Hotels genossen. Manchmal besuchten wir ein Konzert zusammen und haben uns heimlich an den intimsten Stellen berührt. Manchmal fuhren wir einfach zusammen weg und lebten in den Tag und in die Nacht hinein wie es uns beliebte. Und manchmal wollte ich sie einfach nur haben und sie so lange und so intim wie nur möglich genießen.

Jasmina hat mir im Endeffekt beigebracht, einer Escort Begleiterin mit Respekt zu begegnen und trotzdem meine sexuellen Wünsche auszuleben. Sie hat mir die Branche der Escort Begleiterin unter ganz anderen Gesichtspunkten aufgezeigt und mich zur Überzeugung gebracht, dass die ach so gute Gesellschaft (der im Übrigen auch ich entspringe) die Escort Begleitung zu Unrecht und zu pauschal stigmatisiert. Es gibt durchaus Frauen, die stolz sind auf ihren Beruf der Escort Begleiterin und diesen auch gerne ausüben. Selbstsichere, unabhängige und offene Frauen, die ihren Weg gehen, unabhängig davon was andere darüber denken. Ja ich habe die Branche früher auch pauschal tabuisiert, aber dank Jasmina weiß ich heute, dass es eben auch bei diesem Berufsbild gute Seiten und schlechte Seiten gibt. Ich habe meine Einstellung zum Thema grundlegend revidiert und betrachte die Branche heute viel differenzierter.

Zugegeben war dann der Moment in welchem mir Jasmina sagte, dass dies unser letztes Treffen sei, da sie nicht länger als Escort Begleiterin arbeiten würde, ein schwieriger Moment für mich. Ich brauchte eine Weile um mich von ihr zu lösen. Denken sie nun nur nicht, dass ich einer romantischen Verliebtheit verfallen war. Ich machte mir nie Hoffnungen, dass mehr sein könnte als das was war und wollte dies auch nicht. Denn es war perfekt! Trotzdem musste ich von einer Frau abschied nehmen, die ich mögen gelernt habe und die mir über die fast zwei Jahre in denen wir uns trafen, sehr viel gegeben hat.

Ich treffe mich auch heute noch ab und zu mit professionellen Begleiterinnen wenn es die Lebensumstände erlauben. Dann jeweils gerne über einen längeren Zeitraum, sofern die Chemie stimmt. Auch wenn sie das nicht verstehen, aber ich bin meinen Begleiterinnen treu und behandle sie noch heute so wie es mich Jasmina gelernt hat. Respektvoll gegenüber dem Menschen dem ich begegne und lustvoll gegenüber der Frau die mich besucht. Und wer weiß vielleicht treffe ich in Zukunft einmal eine Escort Begleiterin mit der mich Jasmina verkuppeln wird.

Meine letzten Worte möchte ich aber an Jasmina richten. Ich glaube du könntest viel Bewirken mit deinem Vorhaben. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg und Erfüllung dabei. Es war eine schöne Zeit mit dir, manchmal vermisse ich sie noch heute!

Feedback wie immer sehr willkommen.

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