Wie alles begann

concrete-crackingMit Mitte 20 hätte ich wohl niemals gedacht, dass ich einmal als Escort Begleiterin arbeiten werde. Doch heute Blicke ich auf eine abwechslungsreiche und erfolgreiche Karriere als professionelle Begleiterin zurück und bin um viele Erfahrungen sowie Begegnungen aus dieser Zeit reicher. Mit meiner Geschichte möchte ich jungen Escort Begleiterinnen Mut machen. Mut machen, ihren eigenen Weg zu gehen und gleichzeitig die Gentlemen, welche diese Dienste in Anspruch nehmen, daran erinnern dass gute Benimmregeln auch hier gut ankommen. Denn schlussendlich geht es um mehr als Sex, auch wenn es sich um Dates mit bekanntem Ausgang handelt.

Wie so viele Dinge im Leben, passierte es einfach und wenn ich jetzt behaupten würde, dass dies aus der Not heraus geschah, so würde ich lügen. Denn sicherlich gibt es andere Wege und Mittel um Geld zu verdienen. Ich war jedoch schon immer eine sehr freiheitsliebend und unabhängige Frau und wenn ich meine Freundinnen beobachte wie diese das erste mal mit ihren mehr oder weniger festen Freunden, Partnern, WG Mitbewohnern oder wem und was auch immer zusammen gezogen sind, so war für mich schnell klar, dass dies nicht mein Weg ist. Ich habe mich nie in einer solchen Rolle gesehen. Oder besser gesagt nach einer intensiven Beziehung die unschön in die Brüche ging, war mir klar dass ich mich durch vier Wände eher eingesperrt als geborgen fühle.

Ich kam zum Schluss, dass das Verhalten in einer Beziehung im Endeffekt doch immer nach dem gleichen Muster erfolgt. Entweder ordne ich mich unter, nehme mich mit jedem neuen Tag etwas mehr zurück und werde zur Dienstleisterin am eigenen Partner und dieser fühlt sich durch den erbrachten Service in seiner Haltung immer mehr bestätigt und lässt sich zunehmend gerne bedienen. Oder ich setze mich durch und erhalte den “Zickenstempel” mit anschließender: “Sorry Babe, aber…” Ausflucht.
Ich habe es wirklich versucht das liebe Frauchen zu spielen und habe gekocht, gewaschen, geputzt und eingekauft. Habe meine Partner zu Anfang unterstützt wenn sie mit ihren Kumpels etwas unternehmen wollten, habe später einfach nett: “Verstehe ich doch Schatz” gesagt wenn das Candle-light Dinner dem Fußballland zu Opfer fiel und zum Schluss einfach nur versucht meine Enttäuschung in Unmengen von Vanilleeis einzufrieren. In den wenigen Beziehungen die ich bis dahin hatte, fühlte ich mich immer wie eine Mamma im Einkaufszentrum mit quengelndem Kind an ihrer Seite. Ausgelaugt aber Gefangen in der Schlange vor der Kasse an der mir zum Schluss die Rechnung präsentiert wird.

Kurzum ich hatte schon in den frühen Zwanzigern das Gefühl nicht ganz Gesellschaftskonform zu sein und diese ich Tarzan du Jane Kiste kriegte von mir erst einmal den Deckel drauf und ich floh in einige eher wilde Beziehungen oder besser gesagt Affären. Obwohl eine Zeit lang ganz interessant, merkte ich bald, dass mich das auch nicht erfüllt. Ich mochte die Abwechslung, aber der nicht erotische Teil kommt in solchen Konstellationen dann doch zu kurz. Oder anders herum ausgedrückt, meine Affären-Partner gaben sich nur so lange Mühe, wie sie der Meinung waren, nicht an Sex zu kommen ohne vorher mit mir gemütlich essen oder ins Theater zu gehen. Auch hier stellte ich schnell ein Muster fest: Das Ego dieser Männer war in dem Moment befriedigt als ich mit ihnen das erst mal Sex hatte. Irgendwie führte meine sexuelle Freizügigkeit zu einem Kurzschluss im männlichen Gehirn und so landete ich von Tarzan und Jane bei “Du Frau ich Sex”.

Sorry meine lieben Männer aber wenn ihr noch nicht einmal mehr den Anspruch habt beim Sex auf mich einzugehen, dann dürft ihr auch nicht erwarten dass ich mich nach euch verzehre. Schnell mal vögeln kann ja durchaus seinen Reiz haben, aber ausschließlich? Also bitte! Und nein meine lieben Männer, es macht mich nicht scharf wenn ihr mich begrapscht während ich euch bedienen darf. Es ist schlichtweg nicht so, dass wir Frauen von einem erigierten Glied so beeindruckt sind, dass wir anfangen zu zittern vor Erregung. Wer immer euch das in den Kopf gesetzt hat, es ist FALSCH!
Natürlich habe ich auch das genaue Gegenteil erlebt und es sehr genossen, aber insgesamt war die Ausbeute doch bedenklich gering und fast ausschließlich auf den Sex bezogen. Mir fehlten einfach Männer die eine Frau facettenreich verwöhnen können. Ich war und bin gerne unabhängig, aber trotzdem mag ich ab und zu nach allen Regeln der Kunst hofiert und verwöhnt zu werden. Wenn dazu auch – aber nicht ausschließlich – Sex gehört, umso besser.

Nicht dass ich hier falsch verstanden werde. Ich bin weder nymphomanisch veranlagt, noch gleichgültig gegenüber Männern. Aber ich fand bis zu diesem Zeitpunkt einfach nicht die richtige Balance zwischen Ungebundenheit, Beziehung und Sex.
So kam es, dass ich eines Tages eine Zeitschrift aufschlug und auf die Titelzeile “Moderne Kurtisanen, Konkubinen & Mätressen” stieß. Der Artikel handelte von Escort Begleiterinnen und basierte auf einem durchwegs positiven Frauenbild. Er handelte von selbstbewussten, unabhängigen und wunderschönen Frauen, welche ihren Beruf genossen und offen dazu standen. Der Artikel stellte die Moderne Escort in den Kontext zur Maitresse und Kurtisane, handelte vom gesellschaftlichen Umgang mit Sex sowie dem Wandel dieses Umgang und streifte das Thema Emanzipation im Sinne von Eigenständigkeit und nicht Gleichheit. Er tangierte aber auch die sexuelle Seite und kam zum Schluss dass die Moderne Escort eben nicht Sex verkauft, sondern vielmehr ein sinnliches Gesamterlebnis bietet welches gemäß den Aussagen der interviewten Begleiterinnen auch ab und zu mit Sex endet. Und, ich gebe es zu, der Artikel handelte von Luxushotels, von eleganten Abendanlässen und von Geld. Ich war aus dem Nichts völlig begeistert von diesen Zeilen!

Die Tage danach verbrachte ich mit viel Recherchearbeit. Meine Fantasie war beflügelt und ich stellte mich in der Rolle einer Escort-Begleiterin vor. Würde ich das können, wie würde sich so etwas anfühlen, wie schafft man den Einstieg, was braucht es dazu, und, und und.

Ich überlegte mir aber auch was ich verlieren konnte. Langweilige Beziehungen? Schlechten Sex? Essen in mittelmäßigen Restaurants?
Nun bin ich eine eher spontane Frau und so entschloss ich nach einigen Tagen des Überlegens es einfach auszuprobieren. Ich suchte mir eine Agentur bei der ich ein gutes Gefühl hatte und rief kurzentschlossen an….

Wenn euch dieser Blogbeitrag gefallen hat, dann lasst es mich doch wissen. Lasst mich gerne auch wissen was euch sonst interessiert über mich und das Leben einer Modernen Escort Begleiterin.

2 Gedanken zu “Wie alles begann

  1. Zar 25. September 2018 / 00:04

    Hallo Jasmina!
    Habe eben gerade deinen andersartigen und interessanren Blog bei KM gelesen. Bin nun seit 4 Jahren bei KM (54,verheireter und vorher 30 Jahre nicht Fremdgegangen) und möchte die letzten Jahre nicht missen. Habe nun schon über 100 Girls im Alter von 18 bis 55 gedatet. Ich glaube du warst nicht dabei.
    Uns was ich nun aber so erstaunlich finde, dass ich trotz wohlüberlegter Auswahl erst so mit Nr.74 mein TraumGirl gefunden habe, wo vom Sex her, von der gegenseitigen Befriedigung und der immer wieder erneuten Anziehung und Sucht nacheinander der Vielseitigkeit und der Ideen und des immer wiederkehrenden sexuellen Erfülltseins nun seit über 1 1/2 Jahren mein Lieblingsgirl nicht mehr missen möchte.
    Daraus schlußfolgernd muss ich aber nun sagen, dass es ja mit durchschnittlich 1 bis 10 Partnern vor der Ehe ja wie ein Sechser im Lotto wäre, wenn du mit deinem Ehepartner auch den besten Sex Partner im Leben finden würdest.
    Nach dem du nun deinen Job an den Nagel gehangen hast, bist du jetzt mit so einem Traumpartner zusammen oder möchtest du überhaupt mit einem solchen zusammensein? ….und hättest du nach deinen Erfahrungen die Hoffnung, in deinem Lebenspartner auch den Sextraumpartner zu finden?
    Schließt du dich meiner obigen Meinung an ?
    Bin gespannt auf dein Feedback!
    LG Zar

    Gefällt mir

    • jasminaindependent 26. September 2018 / 15:16

      Hallo Zar
      Schön dass du mir hier schreibst und vielen Dank für dein positives Feedback zu meinem Blog. Du scheinst dir etwas mehr Gedanken zu machen zum gemeinsamen Thema als viele, das freut mich sehr. Denn ich bin durchaus der Meinung, dass es auch im Umfeld der professionellen Begleitung ein Geben und Nehmen sein kann. Du hast deine Dame gefunden, schön dass du das dazu stehst, dass es eben auch etwas mehr sein kann als nur pay sex. Ich hoffe du zeigst dies deinem Traumgirl auch.
      Zum Thema der Partnerwahl, da verlasse ich mich auf den Zufall, das Schicksal, die Sterne oder an was man immer auch glauben mag. Ich selber lebe diesbezüglich einfach in den Tag hinein und sehe was die Zukunft bringt. Natürlich hat eine Beziehung auch immer einen sexuellen Aspekt und dieser sollte zur jeweiligen Form der Beziehung passen.
      Kiss, Jasmina

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